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Der neue Geschäftsbereich der Tensora GmbH: Greentech

Aktualisiert: 15. Nov.

by Klaus-D. Ahrens


Indoor Farming ist eine neue Form des Pflanzenanbaus, für die man weniger Platz und keine Ackerfläche benötigt. Das rasante Bevölkerungswachstum zwingt uns weltweit, immer mehr Landschaftsfläche für den Anbau von Nahrungsmitteln einzusetzen. Dabei schaden wir dem Boden: Düngemittel, Pestizide und Monokulturen machen viele Landflächen unfruchtbar. Die Rodung von Wäldern und ihre Umwandlung in Nutzfläche ist klimaschädlich und zerstört den Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten. Zur Lösung dieser Probleme wird weltweit nach alternativen Formen des Anbaus von Nutzpflanzen gesucht. Das Indoor Farming ist eine solche Lösung. Was ist Indoor Farming? Beim Indoor Farming erfolgt der Anbau der Nutzpflanzen nicht im Freien, sondern in einem geschlossenen System – das heißt in einer Halle oder einem Gewächshaus. Sonnenlicht, Wind und Niederschlag erhalten die Pflanzen somit nicht. Statt der Sonne kommen LEDs zum Einsatz. Diese können das Sonnenlicht zwar nicht genau ersetzen - die Intensität und Farbe der Beleuchtung können jedoch weitestgehend an die Bedürfnisse der Pflanzen angepasst werden.


Darüber hinaus werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bewässerung von automatisierten Systemen geregelt. Für die Bewässerung nutzen die Betreiber solcher Farmen Nährlösungen, die neben dem Wasser alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Auch diese werden genau an die Bedürfnisse der angebauten Pflanzen angepasst.

Indoor Farming wird oft in Form des Vertical Farming betrieben. Dabei werden die Pflanzen in mehreren Schichten übereinander angebaut. Das geschieht mit Hilfe sogenannter Regalbeete. Ein solches Konzept bietet sich für Indoor Farming geradezu an: Die Fläche der Halle wird dabei optimal genutzt. Automatisierte Systeme stellen sicher, dass die Pflanzen genügend LED-Licht erhalten. So können Regalbeete zum Beispiel rotieren – damit wird sichergestellt, dass den Pflanzen abwechselnd die erforderliche Lichtmenge bereitgestellt wird. Es gibt weltweit bereits eine Vielzahl von Indoor Farming-Betrieben. Alle stehen vor der Aufgabe, die oben aufgeführten Bedingungen in ihren Hallen und Gewächshäusern so zu schaffen, dass eine optimale Ernte erreicht wird. Ohne IT-Systeme ist das nicht zu bewerkstelligen.


Die Gründer der Tensora haben sich entschieden, im eigenen Unternehmen ein neues Geschäftsfeld mit dem Namen „Tensora Greentech“ einzurichten: In Kooperation mit dem großen Indoor Farming-Unternehmen Kalera wird die dort bereits vorhandene Software weiter entwickelt und auf dem Markt angeboten. Dies geschieht entweder in Form der Bereitstellung von Software-Lizenzen oder in Form von SaaS (Software as a Service).



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